Blattformen bei Tomaten – einfach erklärt

Tomaten unterscheiden sich nicht nur durch Fruchtform und Wuchs,
sondern auch durch ihre Blattform. Diese ist sortentypisch, genetisch
festgelegt und hilft bei der Einordnung und Identifikation einer
Tomatensorte. Die Blattform dient der Bestimmung, nicht der Bewertung
von Geschmack, Ertrag oder Wuchsleistung.


Normalblättrig
Die meisten Tomatensorten sind normalblättrig. Die Blätter sind deutlich
eingeschnitten, gezähnt und wirken locker gefiedert. Diese Blattform gilt
als Standardform bei Kulturtomaten und kommt bei nahezu allen
Tomatentypen vor.


Kartoffelblättrig
Kartoffelblättrige Tomaten besitzen breite, glatte Blätter mit wenigen
oder keinen Einschnitten. Das Laub erinnert optisch an Kartoffelpflanzen
und tritt deutlich seltener auf. Diese Blattform ist ein stabiles, klares
Sortenmerkmal und wird in Sortenbeschreibungen immer ausdrücklich
angegeben. Sie ist nicht an einen bestimmten Tomatentyp gebunden.


Gefiederte Sonderformen (fein / stark geteilt)
Bei einigen alten, wilden oder sehr ursprünglichen Sorten treten sehr
fein und stark geteilte Blätter auf. Diese gelten als Übergangsform
zur Wildtomate. Sie stellen keine eigene Blattform dar und werden nur
beschreibend im Text, nicht tabellarisch geführt.


Kräuselblättrig / gewellt
Hierbei handelt es sich nicht um eine eigene Blattform. Das Blatt ist
normal- oder kartoffelblättrig, zeigt jedoch starke Wellung oder leichte
Kräuselung. Diese Erscheinung ist meist wuchs- oder stressbedingt
und kein stabiles Sortenmerkmal.


Wildtomaten-Laub
Wildtomaten besitzen ein sehr feines, zartes und oft stark
verzweigtes Laub mit kleinen, filigranen Blättern. Diese Ausprägung ist
typisch für Wildtomaten und wird über den Tomatentyp beschrieben,
nicht als eigene Blattform.


Warum ist die Blattform wichtig?
Die Blattform gehört zu den festen Merkmalen einer Tomatensorte und
unterstützt die Identifikation und Sortenbestimmung. Sie dient der
sachlichen Einordnung, nicht der Bewertung von Qualität oder Ertrag.

Tomatentoni